Mehr als 60 Vermögensverwalter im Praxistest
Warum nur wenige wirklich überzeugen und worauf bei der Verwalterauswahl zu achten ist!

Unter Leitung des renommierten Verlages Fuchsbriefe hat das PSP-Family Office gemeinsam mit der Private Banking Prüfinstanz die Beratungsqualität führender Banken und Vermögensverwalter aus dem deutschsprachigen Raum getestet. Nur wenige Vermögensverwalter konnten dabei im Verwaltercontest für Stiftungsvermögen überzeugen. Da der "falsche" Vermögensverwalter der Stiftung viel Geld kosten kann, haben wir in diesem Praxis-Artikel einige Empfehlungen zusammengestellt, die Sie bei der Wahl eines Vermögensverwalters beachten sollten.

Der diesjährige Verwaltercontest für Stiftungsvermögen des Verlages Fuchsbriefe in Zusammenarbeit mit dem PSP-Family Office ist beendet, die Platzierungen stehen fest. Die Kernaufgabe bestand darin, aus einem Kapitalstock einer gemeinnützigen Stiftung eine Ausschüttung in Höhe von jährlich rund 3,5 % des Vermögens zu generieren.

Wir haben teils überzeugende Anlagevorschläge mit konkreten Empfehlungen gesehen, die individuell auf den Mandanten abgestimmt waren, ansprechend und transparent dargestellt. Die überwiegende Zahl der Angebote jedoch erfüllte die Anforderungen nicht. Nicht selten fehlten wesentliche Informationen, war das Angebot nicht auf die Stiftung zugeschnitten, die angegebenen Renditen unrealistisch oder die Konditionen unangemessen.

Ausgehend von den Erkenntnissen des Verwaltercontests haben wir fünf wesentliche Empfehlungen formuliert:

  • Belegbare Stiftungsexpertise: Der Vermögensverwalter muss mit den maßgeblichen stiftungsrechtlichen Besonderheiten in der Vermögensverwaltung vertraut sein. Dies gilt umso mehr, als die gesetzeskonforme Umsetzung der Vermögensverwaltung regelmäßig durch Stiftungsaufsicht und Finanzverwaltung überprüft wird. Sie benötigen einen versierten Sparringspartner an Ihrer Seite.
  • Individualität und Konkretisierung: Das Angebot des Vermögensverwalters muss auf Ihre Stiftung zugeschnitten und dabei sollte der Anlagevorschlag konkret und realistisch sein. Überprüfen Sie die Renditeangaben des Anlagevorschlags insbesondere daraufhin, ob diese einerseits erreichbar sind und andererseits Ihre Ertragserwartung treffen.
  • Sicher und ertragbringend: Die Vermögensanlage für Stiftungen muss Erträge generieren, darf dabei aber nicht spekulativ ausgerichtet sein. Überprüfen Sie, welche Risiken die Stiftung mit dem Anlagevorschlag letztendlich eingeht. Hinterfragen Sie bei sehr konservativen Anlagevorschlägen, ob überhaupt Erträge über die Verwaltungskosten hinaus generiert werden können.
  • Performancenachweise: Berücksichtigen Sie neben der Stiftungsexpertise stets auch die Leistungsfähigkeit des Verwalters. Die Angabe des Track-Records als Performancenachweis muss auf Basis der Summe aller vergleichbaren Mandate des Verwalters erfolgen (sogenanntes Composite), damit nicht etwa ein „ausgesuchtes“ Kundenmandat als TrackRecord verwendet wird.
  • Kosten sind die halbe Rendite: Die Gesamtkosten einer Vermögensverwaltung können rasch einen Großteil der Rendite aufzehren. Achten Sie deshalb auf die Angabe sämtlicher Kosten der Vermögensverwaltung und vergleichen Sie die Angebote gerade auch auf dieser Basis. Neben den Verwaltungskosten sind dies insbesondere Kosten für die Depotführung, Transaktionskosten sowie Produktkosten.

Der „falsche“ Vermögensverwalter kann die Stiftung viel Geld kosten. Geld, das die Stiftung für ihren Stiftungszweck dringend benötigt. Wir empfehlen daher: Prüfen Sie genau, mit wem Sie eine Verwalterverbindung eingehen und ziehen Sie im Zweifel nachgewiesene Beratungsexpertise hinzu.

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