Kinderschutzrichtlinien: Pflicht oder Kür?

Viele Stiftungen und Vereine engagieren sich für das Wohl von Kindern. Die besondere Schutzbedürftigkeit von Kindern verlangt aber von Allen im Umgang mit indern besondere Aufmerksamkeit: Kinder sind bestmöglich, insbesondere vor Gefährdungen durch Erwachsene, zu schützen. Hierzu sind gemeinnützige Körperschaften, die sich im Bereich der Jugendhilfe betätigen, zu entsprechenden Maßnahmen verpflichtet. Auch um vorbeugend zu vermeiden, dass ein – selbst im Nachhinein unbegründeter – Verdacht die Grundlagen einer langjährigen erfolgreichen Arbeit einer gemeinnützigen Einrichtung gefährdet.

Aber auch die Erwachsenen, die sich für Kinder einsetzen, bedürfen des Schutzes und der Unterstützung. Gerade solche Stiftungen und Vereine, die mit ehrenamtlichen Helfern arbeiten, trifft eine besondere Fürsorgepflicht, ihre Mitarbeiter möglichst gut auf den Umgang mit fremden Kindern vorzubereiten und vor falschen Verdächtigungen zu schützen.

Deshalb werden zunehmend sogenannte „Kinderschutzrichtlinien“ in entsprechenden Stiftungen und Vereinen zum Verhalten von Erwachsenen gegenüber Kindern entwickelt. Dies auch, um die Reputation der Organisation zu wahren und damit die Fortführung der Arbeit zugunsten der Kinder zu sichern.

Der Umfang solcher „Kinderschutzrichtlinien“ kann von einem Merkblatt bis hin zu ausführlichen Compliance-Regelwerken reichen, in denen bspw. auch für Verdachtsfälle konkrete Ablaufpläne mit detaillierten Anweisungen enthalten sind. Standardlösungen gibt es dabei nicht, sondern jede mit Kindern und für Kinder arbeitende Einrichtung sollte prüfen, ob eine und welche Art von Kinderschutzrichtlinie im Interesse der Kinder ist.

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