Vermögensbewirtschaftung im Krisenmodus

Wir sind Zeitzeugen von etwas noch nie Dagewesenem. Der Einschlag der Corona-Pandemie, die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen des Virus, die Marktbewegungen, die noch nie zuvor in derart kurzer Zeit so massiv zu Tage traten. Niemand hat so etwas je erlebt und nur wenige in dieser Ausprägung je für möglich erachtet.

Komplexe Ereignisse, wie die Corona-Pandemie, lassen sich in ihrem Verlauf und Ihrer Wirkung auf die Finanzmärkte nicht vorhersagen, nicht timen, ihnen kann man nicht taktisch begegnen. Alle Versuche in diese Richtung sind zum Scheitern verurteilt. Und wer nun aus Angst vor Krisen jedwedes Risiko der Anlage von Vermögen scheut und deshalb womöglich gar nicht investiert, dem wird der Vermögenserhalt nach Inflation und Steuern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht gelingen.

Investoren, die ihr maßgebliches und zu vermeidendes Anlagerisiko primär als Kontrahenten- bzw. Ausfallrisiko definieren, das Schwankungsrisiko aber als zwingende Begleiterscheinung einer ertragbringenden Anlageform, sind eher in der Lage, bewusst Risiken einzugehen und diese in der Krise durchzuhalten. Warum ist das Durchhalten der strategischen Allokation so wichtig? Weil ein Ausstieg in der Krise jeden Investor früher oder später vor die Frage des Wiedereinstiegs stellt. Der Wiedereinstieg allerdings erfolgt dann aufgrund von typischen Verhaltensmustern in Krisenphasen regelmäßig zu höheren Kursen. Dies gilt für Privatinvestoren im Übrigen ebenso, wie für institutionelle Investoren und professionelle Vermögensverwalter.

Kräftige Kursausschläge waren im Verlauf des März in beinahe allen Assetklassen zu beobachten. Dabei sollten Sie sich jedoch eines bewusst machen: Es ist normal, dass Anlagen gleich welcher Art mehr oder weniger um ihren Renditeerwartungswert schwanken. Hingegen Anlagen, die in ihrem Wert nicht schwanken, verlieren mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit über die Zeit an Kaufkraft. Das Schwankungsrisiko muss ein Investor bereit sein aufzuwenden. Dabei hilft Diversifikation im Portfolio, die Schwankungen einer Anlageform durch gegenläufige Entwicklungen in einer anderen Anlageform zu kompensieren. Kurzfristig mögen sich Diversifikationseffekte nicht immer zeigen; mittel- und langfristig aber funktioniert durchdachte Diversifikation.

Verfügen Sie über ein diversifiziertes Portfolio, haben Sie auf Qualität Wert gelegt und vor allem auf Kontrahenten- bzw. echte Ausfallrisiken geachtet? Dann können Sie die Krise beruhigt durchstehen, denn die Welt wird sich auch nach dieser Krise weiter drehen und die Produkte und Dienstleistungen guter Unternehmen nachfragen. Wir wünschen Ihnen in jedem Fall, dass Sie gesund und positiv bleiben.

Lassen Sie sich in Gesundheits- aber auch in Anlagefragen nicht medial bedrängen, hinterfragen Sie jede vermeintliche Experteneinschätzung und im Besonderen jeden selbst ernannten Crash-Propheten. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung, treffen Sie dann überlegte Entscheidungen und bleiben Sie vor allem Ihrer Strategie treu. In diesem Sinne verbleiben wir, Ihr Team des PSP Investment Office.

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