Handlungsfähigkeit in der GmbH bei Nachfolge sichern
Praxistipp Gesellschaftsrecht

Rechtzeitige Vorsorge zur Sicherstellung der Handlungsfähigkeit bei Versterben des Alleingesellschafter-Geschäftsführers.

Wer als Alleingesellschafter und Alleingeschäftsführer einer GmbH seine Anteile an der Gesellschaft vererbt, ohne sich um die Nachfolge in der Geschäftsführung zu kümmern, stellt seine Erben vor Schwierigkeiten. Zwar werden die Erben Anteilsinhaber an der Gesellschaft, allerdings können sie einen neuen Geschäftsführer nicht wirksam bestellen, da hierzu nur die in der Gesellschafterliste der Gesellschaft ausgewiesenen Inhaber berechtigt sind; dies ist nach seinem Tod immer noch der Erblasser. Eine Korrektur der Gesellschafterliste wiederum kann nur der Geschäftsführer veranlassen – ein solcher ist aufgrund des Todes des Erblassers nicht vorhanden. Die Gesellschaft ist also führungslos. Der Weg über die Bestellung eines Notgeschäftsführers ist zeitaufwendig und kostenintensiv.

PSP-Praxistipp:

Als eine mögliche Lösung bietet es sich daher an, für den Fall des Todes bereits Vorsorge zu treffen, indem ein Dritter (z. B. aufschiebend bedingt auf den Tod des Erblassers) zum Geschäftsführer bestellt wird.

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