Nachhaltig investieren – (K)ein Modetrend

Gemeinnützige Organisationen, allen voran Stiftungen, sollen ihr Vermögen erhalten und zugleich ertragbringend anlegen. Zwei Ziele, die bereits gesetzlich vorgegeben sind. Ein anderes tritt immer häufiger hinzu, ist nicht selten Vorgabe der Anlagerichtlinien oder gar der Satzung. Mit dem Vermögen soll nachhaltig Gutes bewirkt werden. Es geht um den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur, den Mitarbeitern und der Gesellschaft. Mehr als 600 Fonds in Deutschland reklamieren bereits für sich nachhaltig zu agieren, ebenso beinahe alle namhaften Banken und Vermögensverwalter. Doch welcher Weg hierzu im Einzelfall gewählt wird, erfährt der Anleger nur bei genauerem Hinsehen: Werden lediglich die Aktien der „schwarzen Schafe“ aussortiert oder aber die führenden nachhaltigen Unternehmen übergewichtet.

Um das Risiko nicht zu erhöhen, muss trotz strenger Kriterien ein diversifiziertes Portfolio aufgebaut werden. Konzentrierte Themenfonds, wie Wasser- oder Ökologiefonds, sollten deshalb nur zur Beimischung in Frage kommen. Renditeeinbußen jedenfalls sind nach den Ergebnissen zahlreicher Studien im allgemeinen nicht mehr zu befürchten. In der Folge entwickeln Fondsgesellschaften beinahe täglich u. a. neue nachhaltige Indexfonds, sodass auch passiv und damit kosteneffizient unter Nachhaltigkeitsaspekten investiert werden kann. Denn letztlich ist auch nachhaltiges Investieren mitunter eine Kostenfrage. So unterscheiden sich die Anlagelösungen in ihren jährlichen Kosten erheblich, die Spanne beginnt bei etwa 0,20 % und reicht bis über 2,50 % für jeden angelegten Euro.

Fazit: Die Palette nachhaltiger Anlagelösungen ist breit. Wer konsequent nachhaltig und wirtschaftlich investieren möchte, muss die Anlagephilosophie des Managers und die Kosten der Lösung hinterfragen.

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