Kein weiter so in der Vermögensanlage!

Kleine wie große Vermögen sehen sich zunehmend in Bedrängnis. Von mehreren Seiten wird an ihnen gegraben und genagt. So sind Kontoguthaben heute regelmäßig einer negativen Verzinsung von 0,5 % oder mehr ausgesetzt. Wer sein Vermögen in sichere Deutsche Bundesanleihen investiert, muss mit noch größeren Abschlägen rechnen. Zusätzlich zehrt die massive Geldentwertung durch Inflation am Bestand. Inflationsraten von 3 % und mehr sind im Nach-Corona-Zeitalter, geprägt durch exorbitante Geldmengenausweitung, Deglobalisierung und Angebotsverknappung, zurückgekehrt. Machen Sie sich bewusst: Allein die Inflation vernichtet innerhalb von zehn Jahren etwa ein Drittel der Kaufkraft des Vermögens. Zuzüglich der Verwahrentgelte und der Negativzinsen kann sich der Wertverlust schnell auf bis zu 50 % des Ausgangsvermögens steigern. Manch einer mag da ob der Belastungen in einen Schockzustand verfallen. Dabei ist rasches, aktives Handeln gefragt, soll die systematische Vernichtung des Vermögens gestoppt werden. Dafür aber braucht es ein radikales Umdenken im Anlageverhalten. Die vormals sicheren Festgelder bei Banken, die Bundesanleihen und die Anleihen bester Bonität stellen heute ein „sicheres Risiko“ dar, das langfristig existenzgefährdende Ausmaße annehmen kann. Mit ihnen ist der reale Kaufkraftverlust vorprogrammiert, die Rente mitunter nicht finanzierbar. Es wäre fahrlässig, eine mittel- und langfristig orientierte Vermögensanlage hierauf aufzubauen.

Im Gegenzug leisten Beteiligungen, Aktien und Immobilien einen wertvollen Beitrag zur realen Erhaltung des Kapitals. Die Kehrseite dieser Anlagen zeigt sich in immanenten Wertschwankungen. Diese Wertschwankungen sind es, die im Allgemeinen unter dem Begriff des Risikos bis heute keinen guten Ruf genießen. Nicht zuletzt aus diesem Grund erreicht die Anzahl an Aktionären in Deutschland noch immer keine 10 % der Bevölkerung. Wenn im Ergebnis aber sichere Anlagen Vermögen sicher vernichten, müsste dann der Anleger nicht bewusst Schwankungsrisiken in Kauf nehmen, um sein Vermögen zu schützen? 

Lassen Sie uns dazu den Begriff des Risikos unter die Lupe nehmen: Grundsätzlich unterscheidet man das unsystematische Risiko durch Konzentration, welches sich beispielsweise in Form des endgültigen Ausfalls einer gewichtigen Forderung bemerkbar macht, von den systematischen Risiken bei Diversifikation, den in der Regel temporären Wertschwankungen des breiten Marktes, beispielsweise des Aktienmarktes. Wir unterstellen im Folgenden eine angemessene Diversifikation und betrachten nur die systematischen Risiken der Renten- und Aktienmärkte. Das systematische Risiko eines Marktes ist immer dann als hoch einzustufen, wenn der mögliche Schaden wesentlich ist und die Wahrscheinlichkeit seines Eintritts hoch. Aber auch ein kleiner Schaden, der mit einer relativ hohen Eintrittswahrscheinlichkeit verknüpft ist, muss als hohes Risiko qualifiziert werden, ebenso ein potenziell hoher Schaden bei geringer Eintrittswahrscheinlichkeit. Für die Praxis bedeutet das, dass etwa die Anlage in mit -0,5 % negativ verzinste Bundesanleihen über zehn Jahre ein höheres Risiko darstellen kann als etwa eine Aktienanlage über denselben Anlagehorizont.

Während nämlich die immer noch als mündelsicher eingestufte Bundesanleihe einen sicheren Wertverlust über die Laufzeit in Höhe der negativen Rendite (10 Jahre x -0,5 % = -5,0 %) zuzüglich der kumulierten Inflation (10 Jahre x 3,0 % (Annahme) = 30,0 %) verursacht, ist die Wahrscheinlichkeit mit einem breit diversifizierten Aktiendepot über denselben Anlagehorizont Verluste zu erzielen, doch vergleichsweise gering. Wer die Grundlagen der Vermögensanlage verinnerlicht und den Risikobegriff für sich wirtschaftlich sinnvoll definiert, wird ungeachtet der Schwankungen reale Anlageformen wählen, die positive Renditen versprechen und von einer anziehenden Inflation profitieren können. Zu den realen Vermögenswerten zählen insbesondere Unternehmensanteile in Form von Aktien und Private Equity, aber ebenso Immobilienanlagen jedweder Ausprägung sowie Gold und andere Rohstoffe. Eine moderne Anlagestrategie basiert ausgewogen diversifiziert auf eben diesen Anlageformen und reduziert Nominalwertanlagen, wie Festgelder und Anleihen, auf das notwendige Minimum. Zögern Sie nicht, handeln Sie noch heute und nutzen Sie die vielfältigen Möglichkeiten, die Ihnen die Kapitalmärkte bieten. Dazu braucht es nicht viel mehr, als den Realitäten ins Auge zu sehen und den Risikobegriff neu zu denken, mit dem Ziel der Entwicklung einer zukunftsgerichteten, wirtschaftlich sinnvollen Anlagestrategie.

Nutzen Sie dazu gerne die Expertise unseres Family Office und das Netzwerk unseres Investment Office. Wir freuen uns auf Sie. 

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