Neuer Bestätigungsvermerk und Kommunikation mit dem Aufsichtsorgan ab 2019

Aufgrund der Anforderungen der internationalen Prüfungsstandards an Bestätigungsvermerke hat das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) seine Prüfungsstandards auch für gemeinnützige Körperschaften geändert. Diese neuen Bestätigungsvermerke sind beispielsweise bei kalendergleichem Wirtschaftsjahr erstmals für die Jahresabschlussprüfung zum 31. Dezember 2018 anzuwenden.

Ziel der Änderungen ist die Erhöhung der Aussagekraft des Bestätigungsvermerks sowie die Verbesserung der Kommunikation zwischen Abschlussprüfer und Abschlussadressat. Die sogenannte Erwartungslücke soll durch die Klarstellung und Betonung von Verantwortlichkeiten deutlich minimiert werden. Die Prüfungsurteile zu Jahresabschluss, Lagebericht und gegebenenfalls sonstigen Prüfungsgegenständen sind im neuen Vermerk jeweils voranzustellen. Unternehmensindividuelle und detaillierte Angaben zum Prüfungsvorgehen sind für gemeinnützige Körperschaften auch künftig nicht gefordert. Insgesamt wird der Bestätigungsvermerk durch die Neuregelung dennoch deutlich umfangreicher.

Des Weiteren hat nun die Kommunikation mit dem Kontrollorgan der jeweiligen Körperschaft wesentlich mehr Gewicht für die Jahresabschlussprüfung. Diese soll über die gesamte Prüfung hinweg stattfinden und ist explizit in den letzten Abschnitt des Bestätigungsvermerks aufzunehmen. Wie diese Kommunikation in der Praxis auszugestalten ist, hängt vom Einzelfall ab. Grundsätzlich sollte hier frühzeitig und damit bereits im Rahmen der Prüfungsplanung eine Abstimmung zwischen dem Abschlussprüfer und den Verantwortlichen der zu prüfenden Körperschaft stattfinden.

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