PSP-Leitfaden Reihengeschäfte (Version 2.0)
Hinweise für die Unternehmenspraxis

Der von PSP entwickelte Praxisleitfaden Reihengeschäfte zeigt anschaulich anhand von 36 Fallgestaltungen die unterschiedliche Beurteilung verschiedener Reihengeschäftskonstellationen auf Grundlage der vermeintlichen Auffassung der Finanzverwaltung und Rechtsprechung auf, kommentiert diese und rundet jede Fallkonstellation auf Basis des PSP-Gesetzesvorschlags ab.

Grenzüberschreitende Reihengeschäfte hat die umsatzsteuerliche Praxis seit Beginn vor große Probleme gestellt. Trotz der enormen praktischen Bedeutung ist es dem europäischen Gesetzgeber auch nach wiederholten Anläufen weiterhin nicht gelungen, für eine Harmonisierung der diesbezüglichen Regelungen zu sorgen. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass dieser Missstand immer wieder zu Beurteilungsschwierigkeiten führt, was nicht zuletzt in der Vielzahl von widersprüchlichen gerichtlichen Entscheidungen und Beiträgen in der Literatur zum Ausdruck kommt. Spätestens aufgrund der beiden Entscheidungen des BFH vom 25.02.2015 existieren inzwischen eine Vielzahl von Sachverhalten, bei denen die Rechtsprechung wohl zu einem anderen Ergebnis als die Finanzverwaltung käme, auch wenn noch längst nicht über sämtliche Fallkonstellationen höchstrichterliche Urteile gefällt wurden. Aufgrund der komplexen Rechtslage hatte PSP bereits seit geraumer Zeit einen Formulierungsvorschlag für eine Gesetzesänderung in den Ring geworfen.

Der von PSP entwickelte Praxisleitfaden Reihengeschäfte zeigt anschaulich anhand von 36 Fallgestaltungen die unterschiedliche Beurteilung verschiedener Reihengeschäftskonstellationen auf Basis der vermeintlichen Auffassung der Finanzverwaltung und Rechtsprechung auf, kommentiert diese und rundet jede Fallkonstellation auf Basis des PSP-Gesetzesvorschlags ab. Auf diese Weise wird die Wirkung des Gesetzesvorschlags in der Praxis illustriert, was zugleich bestehende Unsicherheiten beseitigt. Im Ergebnis wird bestätigt, dass der Gesetzesvorschlag die bestehenden Missstände beseitigt, was Unternehmen, Finanzverwaltung und Gerichte gleichermaßen entlasten würde.

Anlass für die Überarbeitung des Leitfadens in der Version 2.0 ist die Tatsache, dass der Rat der Europäischen Union im Rahmen der sogenannten Sofortmaßnahmen („Quick-Fixes“) eine Änderung der Mehrwertsteuersystemrichtlinie zu Reihengeschäften zugestimmt hat. Der europäische Gesetzgeber erwartet sich hierdurch mehr Rechtssicherheit bei der Beurteilung innergemeinschaftlicher Reihengeschäfte. Die Regelungen entfalten Wirkung ab dem 01.01.2020. Damit kommt auch der deutsche Gesetzgeber nicht umhin, insoweit in diesem Jahr für eine entsprechende gesetzliche Änderung des Umsatzsteuergesetzes zu sorgen. Auch wenn die Änderung der Mehrtwertsteuersystemrichtline stark durch das deutsche Verständnis geprägt ist, wird die Gesetzesänderung bei bestimmten Sachverhaltskonstellationen auch in Deutschland zu einer geänderten umsatzsteuerlichen Beurteilung führen. Dies soll an den bisherigen Praxisbeispielen verdeutlicht werden. Unabhängig davon wird in dieser Version des PSP-Leitfadens Reihengeschäfte auch weiterhin die aktuelle Beurteilung erläutert.

PSP-Leitfaden Reihengeschäfte (Version 2.0)
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