Renditesteigerung durch Unternehmenszukauf

Private Equity-Investoren machen es vor: Pensionskassen, Versicherungen und Versorgungswerke investieren immer gewaltigere Summen in Beteiligungen.Die besten Private Equity-Fonds erzielen Renditen zwischen 15 und 20 Prozent – und das nach Abzug von nicht unerheblichen Verwaltungskosten. Was leitet sich daraus für das mittelständische Unternehmen ab?

Unternehmenskaufpreise sind im Vergleich zu anderen Anlageformen unter Renditegesichtspunkten relativ niedrig. Bei einem vom Markt abgeleiteten kaufpreisbestimmenden EBIT Multiple in Höhe von z. B. 6,5 (in der Praxis sind derzeit bei kleinen bis mittleren Unternehmen je nach Branche, Wettbewerbssituation und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens EBIT Multiples zwischen 4 und 9 üblich) liegt die rechnerische Rendite des eingesetzten Kapitals bereits bei 15,4 %; bei einer Hebelung mit Bankenfinanzierung kann die Rendite über 20 % betragen. Für mittelständische Unternehmen, die derzeit ihr Geldvermögen für 0 % Zins als Festgeld angelegt haben, ist schon das allein ein beachtlicher Unterschied.

Darüber hinaus kann das mittelständische Unternehmen noch weitere Vorteile erzielen, denn haben das zukaufende Unternehmen und das Zielunternehmen einen sogenannten „strategischen Fit“, kann sich die Attraktivität des Investments zusätzlich erhöhen. Treiber hierzu sind:

  • Synergieeffekte (z. B. Kosteneinsparungen durch zukünftige Zusammenlegung von Verwaltungs- oder Vertriebsabteilungen)
  • Wettbewerbsvorteile (z. B. durch Erwerb eines Konkurrenzunternehmens)
  • Beschleunigte Markterschließung (z. B. durch Erwerb eines Unternehmens im Ausland)
  • Erwerb von technischem Know-how (Zukauf von technischen Lösungen anstatt Eigenentwicklung)

Im Idealfall ergeben sich also für das zukaufende mittelständische Unternehmen ein erheblicher Renditegewinn plus die Effekte aus dem „strategischen Fit“. Bei Familienunternehmen können sich ferner noch zusätzliche Vorteile ergeben, da durch den Zukauf ggf. erbschaftsteuerlich voll anzusetzendes Barvermögen gegen eine erbschaftsteuerlich begünstigte unternehmerische Beteiligung ausgetauscht wird.

Nicht unerwähnt bleiben darf die Schattenseite des Unternehmenszukaufes, nämlich dass im Vergleich zum Festgeld die Investition in ein mittleres oder kleineres Unternehmen mit erhöhtem Risiko behaftet ist. Als Fehlinvestition kann sich ein Kauf entpuppen, wenn Eigenschaften des Zielunternehmens nicht den Erwartungen entsprechen oder nach dem Kauf die Integration des zugekauften Unternehmens in das Mutterunternehmen nicht gelingt.

Wir empfehlen beim Unternehmenszukauf erfahrene Personen und Berater an Bord zu holen, um Ihr Investitionsvorhaben zum Erfolg zu führen. Fallstricke liegen an vielen Stellen, sei es bei der Kaufpreisverhandlung, Strukturierung des Erwerbes, Vertragserstellung, Investitionsfinanzierung oder Gestaltung der Einbindung des zu übernehmenden Managements. Suchen Sie sich einen selbstbewussten und vom Erfolg der Transaktion unabhängigen Berater, der sich gegebenenfalls auch dafür stark machen wird, Ihnen vom Kauf abzuraten. Denn Fehlkäufe führen häufig zum Verlust des gesamten eingesetzten Betrages.

PSP-Beratungsangebot:

PSP berät seit über 15 Jahren Private Equity Unternehmen und Privatpersonen beim Kauf und Verkauf von Unternehmen und hat in diesen Jahren über 100 nationale und internationale Transaktionen begleitet.

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